Welche Social Media Instrumente eignen sich für Luxusmarken? Teil 3

Luxusmarken in sozialen Netzwerken

Quelle: http://style-bloggers.de/

Luxusmarken, die in sozialen Netzwerken aktiv sind, sehen sich mit verschiedenen Chancen und Risiken konfrontiert.

Die Chancen bestehen vor allem darin, dass der Kunde über Facebook, Twitter etc.
auf „Augenhöhe“ angesprochen werden kann und sich ernst genommen fühlt. Kunden möchten das Gefühl bekommen, bei Unternehmen im Mittelpunkt zu stehen. Dies geschieht vor allem dadurch, dass Luxusmarken ihren Kunden in Sozialen Netzwerken einen Mehrwert bieten – dies gelingt beispielsweise mit Tipps&Tricks rund um das Produkt, nützlichen Informationen in Form von Videos und Podcasts und interaktiver Kommunikation. Auf diese Weise können neue Zielgruppen erschlossen und „alte“ Kunden an das Unternehmen gebunden werden. Dies hat wiederum hat die Steigerung der Markenbekanntheit, der Authentizität und Glaubwürdigkeit zur Folge.

Des Weiteren dienen Soziale Netzwerke Luxusmarken als Marktforschungsinstrument, denn wo kann das Unternehmen besser nachvollziehen wie die Kunden „ticken“, als in sozialen
Netzwerken, Foren und Communities wo sich die Interessierten untereinander austauschen und ihre Meinungen kundtun?

Risiken sind, dass verdeckte Werbung in sozialen Netzwerken von den Kunden sehr schnell aufgedeckt wird. Haben die Kunden das Gefühl, auch im Web der Informationsüberflutung zu unterliegen und passiv mit Werbung überhäuft zu werden, wenden diese sich von
dem Unternehmen ab. Dies kann zu negativen viralen Effekten führen, die sich in kurzer Zeit weltweit verbreiten und das Image des Unternehmens nachhaltig und unwiderruflich schädigen.

Wichtig ist deshalb, dass sich Luxusunternehmen vorher genau überlegen (Stichwort Krisenmanagement), wie sie auf Kritik reagieren – Kommentare löschen und ignorieren stellt dabei keinesfalls eine Alternative dar.

Luxusmarken in Shopping-Communities

Fast jeder kennt heutzutage Shopping-Communities, wie beispielsweise Brands4Friends oder die Zalando Lounge.

Die Vorteile von Shopping Communities liegen für Luxusunternehmen vor allem darin, dass ein limitierter Zugang besteht – Kunden erhalten diesen nur durch Einladungen von Freunden oder durch eine Registrierung. Auf diese Weise entsteht eine geschlossene Gesellschaft, die Diskretion verspricht und die Exklusivität wahrt. Zudem wird in diesen Shopping-Communities der „Mittelklasse-Konsument“ nur gelegentlich durch „Sonderangebote“ angesprochen und diese sind auch nur in geringen Mengen
erhältlich, was wiederum der Exklusivität dient.

Zudem können Konsumenten, die sich die Produkte eventuell noch nicht leisten können, langsam an die Marke herangeführt und werden eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zu Kunden am Point of Sale. Shopping-Communities dienen aus diesem Grund ebenfalls
zur Erweiterung des Kundenkreises und der Steigerung der Markenbekanntheit. Für Luxusunternehmen bietet sich zudem die Mglichkeit, hier Überproduktionen und Altware abzubauen.

Kritisch ist jedoch zu sehen, dass die Preise nicht verschleiert werden, wie dies bei Luxusprodukten üblicherweise der Fall ist. Das kann zu einer negativen Wahrnehmung der Marke bei Luxuskunden führen. Die limitierten Mengen können zudem zu Frustration bei den
Kunden führen.

Luxusmarken in virtuellen Welten (Second Life) In der virtuellen Welt „Second Life“ betreiben rund 20.000 Unternehmen ein virtuelles Geschäft.

Für Luxusmarken ein geeignetes Instrument, da hier der Erlebnisaspekt sehr stark ausgeprägt ist, was wiederum zur Strategie von Luxusunternehmen passt. Konsumenten können sich hier erfüllen, was im echten Leben oft unerreichbar erscheint und werden somit spielerisch an die Luxusmarken herangeführt.

Im nächsten Blog gibt es ein Best-Practice Beispiel für eine Luxusmarke, die das Web 2.0 sehr erfolgreich für sich nutzt: Burberry.

 

Lesen Sie dazu auch:

Luxusmarken und Social Media – Teil 1

Luxusmarken und Social Media – Teil 2

 

 

Alexandra

Autorin: Ich heisse Alexandra Stangl. Meinen Bachelor-Abschluss habe ich an der Hochschule Zweibrücken mit der Studienrichtung „Mittelstandsökonomie“ absolviert, unweit von meinem Heimatort Kaiserslautern. Aktuell wohne ich in der Weltstadt mit Herz „München“, da ich dort zurzeit an der Hochschule meinen Master im Bereich Marketing-Management mache. Ich blogge in diesem Blog zu den Themen Social Media Marketing und Online Marketing.

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  1. Pingback: Die Marke Burberry mit ihrem online Auftritt

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