So schnell sind Sie (über)informiert

So tragisch die Katastrophe in Japan ist, zeigt sie uns doch auch auf wie schnell sich Nachrichten um den Globus verteilen können. Und je schrecklicher die Nachricht, desto schneller die Verbreitung. Es herrscht zurzeit eine Informationsflut zu dieser Tragödie, die seinesgleichen sucht. Erstaunlich eigentlich, sieht man wie spärlich und schwammig die Informationen der japanischen Regierung und des KKW-Betreibers sind.

Inzwischen ist man sich auch in den Medien und unter den Experten einig, dass es nur noch wenige Möglichkeiten gibt – wenn überhaupt, die Lage in den beschädigten Atomreaktoren einigermassen in den Griff zu bekommen, um eine noch grössere Katastrophe abwenden zu können. Hoffen wir, dass das gelingt!

Das mit der einheitlichen Berichterstattung war nicht von Anfang an so. Hat man die Katastrophe z.B. im Fernsehen verfolgt, konnte man feststellen, dass es zwischen den deutschen und der schweizer Berichterstattung einige Unterschiede gab. Schon angefangen mit der Sendepräsenz. Während die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender stundenlang berichteten, musste man sich beim Schweizer Fernsehen anfangs auf die Tagesschau beschränken, wollte man einigermassen übers Geschehen informiert sein. Erst später wurden auch Sondersendungen eingeschaltet. Die Experten im deutschen Fernsehen waren in meinen Augen von Anfang an auch weniger zurückhaltend als die Schweizer. “Wir haben leider nicht mehr Informationen…und können deshalb nicht mehr dazu sagen…”, war ein Satz den man im Schweizer Fernsehen nicht wenig zu hören bekam. Kann es sein, dass die Informationsquellen innerhalb der Experten nicht die gleichen sind?

Die besten Experten aber habe ich im Internet gefunden. Tausende von Twitterer, Facebookler und Blogger waren plötzlich alle Atom-Experten. Insbesondere auf Twitter konnte man teilweise ganz abstruse Meinungen, Tipps und Lösungsvorschläge lesen. Stellt man auf Google den Echtzeit-Twitterstream ein sieht man, dass so ungefähr alle 5 Sekunden ein Tweet zu diesem aktuellen Thema gemacht wird. Und das nur zum Stichwort Japan. Würde man andere Stichwörter wie Fukushima, Tsunami usw. auch noch mit einbeziehen, wären es sogar noch wesentlich mehr. Unten habe ich den Twitter Datenstrom auf Google einmal aufgenommen.

Wer richtig informiert sein will, muss lernen zu Unterscheiden. Bei der riesigen Informationsflut, insbesondere im Internet, ist das allerdings ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Die Zeit Online hat eine interessante Auflistung gemacht, mit verschiedensten Informationsquellen zur Umweltkatastrophe in Japan. Nicht nur Social Media Kanäle sondern auch andere Medienkanäle und Dienste sind darin enthalten. Im eigenen Twitter Account gibt es zudem eine öffentliche Liste mit guten Twitterquellen.

Wählen Sie aus, was für Sie wichtig ist.

 

 

Robi Lack

Social Media Fan und laufend auf der Suche nach den neuesten Trends und Impressionen im Social Web. Leistet beratende Unterstützung bei klein- und mittelständischen Unternehmen in deren Web Marketing Aktivitäten. Dozent, Blogger und teilt auch gerne Sachen im Netz die wirklich teilenswert sind.

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