Haben Kleinstunternehmen überhaupt die Zeit für Social Media Marketing?

Glaubt man den Trends in Umfragen, respektive den neuesten Studien so sind Klein- und mittelständische Unternehmen immer überzeugter, dass Social Media zu einem immer wichtigeren Marketing-Tool wird. Vom Sinn der Social Media sind KMU also überzeugt. Was hingegen den Zeit- und Aufwandfaktor für das Online Marketing allgemein betrifft, ist immer noch eine gewisse Skepsis und Unsicherheit vorhanden.

Jeder Unternehmer weiss inzwischen, dass wenn er sich im Online Marketing, insbesondere in den sozialen Netzwerken engagieren will, er dazu auch die entsprechenden Ressourcen (Zeit, Personal usw.) benötigt. Das ist völlig korrekt und einige KMU haben in den letzten Jahren diesbezüglich auch verschiedene Szenarien durchgespielt. Doch langsam ist die reine Experimetierphase in den Social Media vorbei und es beginnt der “Ernstfall”. Die gemachten Erfahrungen müssen jetzt so umgesetzt werden, dass das ganze beginnt zu rentieren.

Definition kein- und mittelständische Unternehmen

Unternehmen, die schon etwas früher eingestiegen sind können deshalb bereits erste Erfahrungen und auch Erfolge nachweisen. Tatsächlich sind das aber vorwiegend mittlerer Unternehmen oder gar Konzerne. Dafür werden die wenigen Kleinstunternehmen, die vor ein, zwei oder mehr Jahren schon erfolgreich den Sprung in ins Social Media Marketing gewagt haben, von den Marketingfachleuten bei jeder Gelegenheit als Best Practice Beispiel hochgejubelt. Was auch wieder, ganz im Sinne der Social Media, für entsprechende Publicity sorgt ;-) aber nicht automatisch heisst, das alle diese Beispiele auch wirklich einen “Best Practice” Charakter haben.

Durchhaltewille, eine klare Strategie, Anpassung an veränderte Situationen und das Aufteilen der Verantwortungen, insbesondere im Contentmanagement, sind die Erfolgsfaktoren derjenigen Unternehmen die es richtig gemacht haben. Dazu kommt, dass erfolgreiche Unternehmen nur so viele Kanäle, resp. Dienste betreuen die sie effektiv auch bewältigen können. Sei das zusammen mit ihren Mitarbeitern oder mit Hilfe eines externen Dienstleisters (Agentur).

Und was ist mit den Kleinstunternehmen?

Ich meine, dass diese Firmen sich erst recht um ein gutes Online Marketing kümmern sollten. Und dabei meine ich wirklich Online Marketing, denn es müssen nicht immer zwingend nur soziale Netzwerke sein. Wohl hat Facebook mittlerweile über 800 Mio. User, was aber noch lange nicht heisst, dass es für jedes Unternehmen zwingend ist da auch gleich mitzumachen. Wenn die Kunden via Facebook nicht angesprochen werden können, dann ist die Zeit dafür halt (noch) nicht reif. Ein regelmässiger Newsletter, eine gut aufbereitete Google-Adwords Kampagne oder informative Inhalte über ein Corporate-Blog können da viel effektiver sein und auch wesentlich mehr bewirken. Existiert dazu auch noch eine gute, solide und konsequente Linkaufbau-Strategie, dann können Kleinstunternehmen davon ausgehen, dass Ihr Online Marketing Business auf fruchtbaren Boden fallen wird.

Bleibt noch die Frage: Wer macht was und wie viel Zeit wird dazu benötigt? Die zentrale Frage für alle Kleinunternehmer. Denn kaum ein Unternehmer schwimmt in Zeitüberfluss. Hier lohnt es sich das ganze detailliert zu analysieren um gute und effektive Lösungen zu finden. Dazu gehört eventuell auch die Auswahl eines externen Partners, denn vermutlich werden Sie und Ihre Mitarbeiter selber nicht in der Lage sein, alle wichtigen Online Marketing Tätigkeiten alleine ausführen zu können.

Online Marketing: Die schlechteste Lösung ist gar nichts zu machen

Online Marketing im Allgemeinen und Social Media Marketing im Besonderen ist, hat man die Hebel und Mechanismen einmal verstanden, gar nicht so schwierig. Das meiste basiert auf Webseitenoptimierung, Inhaltsaufbau und Linkbuilding (möglichst viele gute Backlinks generieren). Das grösste Hindernis ist oft die Angst am richtigen Einsatz der neuen Technologien und sich im Internet zu verzetteln, d.h. zu viel Zeit zu verlieren.

Hat man aber das Grundwissen und den entsprechenden Partner um die Instrumente richtig einsetzen zu können, ist diese Angst unbegründet und die Vorteile werden rasch sicht- und messbar. Bislang war klassisches Marketing überschau- und kontrollierbar. Internetmarketing mit der Unterdisziplin Social Media Marketing ist anders, aufwändiger und verlangt daher ein entsprechendes Umdenken von Seiten der Unternehmen.

Online Marketing on demand - Übersicht

Machen Sie sich einfach mal die Überlegung welche der Disziplinen auf dieser Grafik Sie schon machen, welche Sie vielleicht an einen oder mehrer Mitarbeiter delegiert haben und was Sie an Know-how besitzen für die Erledigung der restlichen Aufgaben.

Auf unserer Facebook Seite machen wir übrigens eine kleine Umfrage zum Thema “Was meint ihr, sind die Gründe weshalb viele Kleinunternehmen, bezüglich Web 2.0 Marketing, immer noch Berührungsängste haben?”

[info] Online Marketing on demand Anfangs 2012 wird es soweit sein. Wir haben eine Lösung für Ihren Link-und Besucheraufbau im Internet. Zusammen werden wir den Online-Auftritt Ihrer Unternehmung strategisch so vorantreiben, dass sich Internetmarketing für Ihre Firma auf alle Fälle lohnen wird. Nach einer umfangreichen Beratung können Sie entscheiden wer (Sie und/oder wir) was (im Online Marketing/Social Media Marketing) wie viel (Aufgabenteilung) an Arbeit übernimmt… [/info]

Bildquellen: www.wikipedia.org und www.digiprodukte.ch

							

Robi Lack

Social Media Fan und laufend auf der Suche nach den neuesten Trends und Impressionen im Social Web. Leistet beratende Unterstützung bei klein- und mittelständischen Unternehmen in deren Web Marketing Aktivitäten. Dozent, Blogger und teilt auch gerne Sachen im Netz die wirklich teilenswert sind.

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Kleinunternehemen sich überhaupt nicht mit dem Thema auseinandersetzen bzw. auch keine Ahnung davon haben. Die Relevanz dieser Themen ist den Kleinunternehmen einfach nicht bewusst.

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    • Eine Tatsache die sicher stimmt. Social Media gehört natürlich bei den meisten Kleinunternehmen nicht zum Kernbusiness…
      Outsourcing wäre hier sicherlich ein Thema.

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  2. Als Kleinunternehmerin muss ich zugeben, dass es so ist wie von Poster gesagt. Ich bin aber jetzt dabei mich zu informieren was Social Media Marketing mir bringen könnte weil ich sehe dass es anderen zu mehr Erfolg verhilft. Wenn das mein Geschäft verbessert ist es super, aber man muss erstmal ein wenig investieren, wie in jede andere Werbung auch, und dann weiß man ja nicht sicher was rauskommt. Aber ausprobieren muss man es wohl mal. Von nix kommt nix.

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  5. Ich denke, die meisten Kleinunternehmen scheuen die Kosten und den Aufwand, die mit Online Marketing einhergehen. Hinzu kommt, dass den meisten wohl die Struktur und Funktionsweise vollkommen unbekannt ist, womit die Angst, über den Tisch gezogen zu werden groß ist. Außerdem sind viele Klein- und Mittelunternehmen in der Hand von eher konservativ eingestellten Menschen, die neuen Entwicklungen bekanntlich mit großer Skepsis gegenüber stehen.

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    • Stimmt. Daher ist es für eine Agentur auch sehr wichtig Transparenz zu schaffen, das heisst den Kunden mit Statistiken, Fakten und Berichten zu versorgen und ihn aufzuklären.

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