Social Media Marketing – Best Practice Beispiele aus dem Stadtmarketing – Teil 4

Nachdem es in den letzten Blogbeiträgen um das erfolgreiche Social Media Marketing in Privatunternehmen ging, möchte ich Ihnen heute zeigen, dass auch immer mehr Kommunen auf diese Form des Marketings setzen. Die modernen Informations- und Kommunikationstechniken stellen heutzutage nicht nur eine Herausforderung für Unternehmen, sondern auch für die Politik und Verwaltungen dar.

Deshalb haben nun auch kleinere Städte das Social Media Marketing für sich entdeckt, wie beispielsweise die deutsche Kleinstadt Moers in Nordrhein-Westfalen.

Die Stadt Moers wartet mit einer sehr ansprechend gestalteten Internetseite auf. Hier kann die sympathische Kleinstadt anhand von Schnappschüssen aus dem städtischen Alltag bewundert werden. Videos und Fotos von Veranstaltungen der Stadt sind hier zu sehen und runden das Gesamtbild der Stadt ab. Nachdem Veranstaltungen stattgefunden haben, finden Interessierte auf der Internetseite zudem eine Nachlese, die mit vielen Bildern und Eindrücken veranschaulicht wird.

Wie viele Unternehmen, nutzt auch die Stadt Moers das Soziale Netzwerk Facebook.

Auf dieser Facebook-Seite finden regelmäßig interaktive Aktionen statt, die von den Bürgern der Stadt auch ausgesprochen gut angenommen werden. Die Facebook-Fans werden durch kreative Mitmach-Aktionen unterhalten. Eine Aktion aus jüngster Vergangenheit war beispielsweise, dass die Stadt via Facebook einen Platz auf dem Moerser Innenstadt-Trödelmarkt an eine Person verlost hat, die am schnellsten einen Kommentar hierzu im Facebook postete.

Die Stadt Moers nutzt Facebook sehr regelmäßig, oftmals findet man hier sogar mehrmals täglich Aktualisierungen zu Veranstaltungen und Neuigkeiten der Stadt, die in lockerer und ansprechender Sprache verfasst sind, um Bürger jeder Altersklasse anzusprechen. Verfassen die Bürger auf Facebook Kommentare, werden diese seitens der Stadtverwaltung schnellstmöglich beantwortet. Hierbei nimmt sich die Stadtverwaltung oft selbst auf die Schippe, was bei den Bürgern der Stadt ebenfalls sehr gut ankommt. Mit dem Einbinden des Twitterkanals, des Blogs und diversen anderen Informationen, sind die Facebook Seitenadministratoren aber auch gefordert um nicht plötzlich eine “Überinformation” zu kreieren. Manchmal ist weniger mehr.

Ein Best Practice Beispiel für eine technisch einfache Umsetzung, die aber durch Aktivitäten der/des Administrator(s)en recht gut interagiert.

Ein weiteres Best-Practice Beispiel: Die Stadt Hamburg

Auch die Stadt Hamburg geht, was Social Media Marketing betrifft, als gutes Vorbild voraus.

Die Stadt Hamburg betreibt eine Facebook-Seite, mit sage und schreibe rund 600.000 Fans. Bürger und Touristen werden hier zweisprachig, also sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, begrüßt, was dem Social Media-Gedanken vom weltweiten Vernetzen sehr nahe kommt.

Kategorien wie „Wohnungen“, „Jobs“, „Events“, „Sehenswertes“ und „Hotels“ weisen Interessierten den Weg zu den gewünschten Informationen.  Diese weiterführenden Inhalte sind über Links erreichbar, die einen auf die entsprechenden Internetseiten weiterleiten. Hier sollten die Verantwortlichen allerdings die eine oder andere Anwendung den neuesten technischen Anforderungen von Facebook (https) anpassen, da die vom Unser sonst nicht (mehr) gelesen werden können.

Kommentare von Fans werden von der Stadt Hamburg via Facebook mit großer Freude beantwortet. Die Stadt legt dabei sehr viel Wert darauf, die Beiträge durch direkte Anreden auf „Augenhöhe“ zu beantworten. Mindestens einmal täglich postet die Stadt Hamburg Neuigkeiten, regt zu Diskussionen und dem allgemeinen Austausch der Fans untereinander an. Interessierte finden hier auch Fotos und Videos und können Sie somit ihren eigenen Eindruck von der Stadt verschaffen. Der Jahreszeit entsprechend ist auch ein Adventskalender aufgeschaltet, bei dem man jeweils täglich einen Preis gewinnen kann. Ist sicher eine gute Idee aber auch nicht mehr, da es inzwischen tausende von Facebook-Adventskalender gibt. Vor einem Jahr wäre das aber sicher noch ein absoluter Renner gewesen.

Eine sehr gute Idee ist auch der Videoblog unter dem Tab “Videos”, bei dem Einheimische die Weggehtipps für das Wochenende vorstellen und viele weitere Insider-Informationen verraten.

Auch über den Twitterkanal von Hamburg werden Kurznews zu verschiedensten Stadt-Themen getwittert. Und wie es sich gehört für eine Grossstadt gibt es auch eine entsprechende Smartphone-App zum runterladen.

Fazit

Das Verhältnis zwischen Bürgern und Verwaltungen hat sich, ebenso wie zwischen privaten Unternehmen und Konsumenten, im Zuge des Web 2.0 verändert. Das Internet stellt nun auch ein Medium dar, um aktive Bürgerbeteiligung zu praktizieren. Für Kommunen sind insbesondere die Entstehung einer neuen Öffentlichkeit und die aktive Einbindung der Öffentlichkeit in Arbeitsabläufe der kommunalen Behörden attraktiv.

Als Erfolgsbeispiel gehen die Städte Moers und Hamburg voraus – sie haben es verstanden, ihre Bürger angemessen anzusprechen und für die eigene Stadt zu begeistern.

Bilderquellen: 
www.facebook.com/Hamburg
www.moers.de

Weitere Beiträge zu dieser Serie:

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 1

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 2

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 3

 

 

Alexandra

Autorin: Ich heisse Alexandra Stangl. Meinen Bachelor-Abschluss habe ich an der Hochschule Zweibrücken mit der Studienrichtung „Mittelstandsökonomie“ absolviert, unweit von meinem Heimatort Kaiserslautern. Aktuell wohne ich in der Weltstadt mit Herz „München“, da ich dort zurzeit an der Hochschule meinen Master im Bereich Marketing-Management mache. Ich blogge in diesem Blog zu den Themen Social Media Marketing und Online Marketing.

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