Social Media Marketing – Praxisbeispiel einer Jobbörse – Teil 6

Nicht nur Großunternehmen, Fitnessstudios und Stadtverwaltungen nutzen das Internet für ihre Zwecke. Auch die Online-Jobbörse „jobsintown“ konnte in der Vergangenheit durch einige amüsante virale Werbemaßnahmen auf sich aufmerksam machen.

Jobsintown.de stellt eine Internetseite  speziell für Arbeitssuchende dar und dreht sich rund um die Themen „Beruf“ und „Bewerbung“.  In dem im Jahr 1999 gegründeten Portal finden Arbeitssuchende neben zahlreichen Tipps zur Erstellung von Bewerbungen, zu Vorstellungsgesprächen, Gehaltsverhandlungen und vielem mehr nützliche Informationen. Auch Arbeitgeber können das Portal nutzen, um Stellenanzeigen aufzugeben und passende Mitarbeiter zu finden. Die Jobbörse zählt deutschlandweit mittlerweile zu den meist besuchten Jobbörsen im Internet

Die kreativen Kampagnen der Jobbörse, die unter dem Motto „Das Leben ist zu kurz für den falschen Job“ laufen und von den Marketing-Agenturen Grabarz & Partner und Scholz & Friends kreiert werden, haben seit 2006 zahlreiche internationale Preise abgeräumt.

Im Jahr 2006 gab es erstmals amüsante und Aufsehen erregende Plakataktionen: Plakate, die Personen beispielsweise in einem Eiscreme- oder Spielautomaten arbeitend zeigen, machen darauf aufmerksam, dass das Leben zu kurz ist, um den falschen Job auszuüben.

Plakate dieser Art fanden sich in den darauffolgenden Jahren auf zahlreichen Automaten weltweit wieder und entlockten so manchem Passanten ein amüsiertes Lächeln.

Für Furore sorgte auch die provokante Plakataktion „Man kann auch anders Karriere machen“ am Hamburger Millerntor-Stadion:

Ab dem Jahr 2008 wurden in dieser Art auch Radio-Werbespots und Bildschirmschoner für den PC in das Repertoire des Unternehmens aufgenommen.

Seit Mitte letzten Jahres macht jobsintown.de überdies durch ein Video im Internet auf sich aufmerksam:

Mit viel Charme und  Humor versuchen die beiden Werbeagenturen Grabarz & Partner und Scholz & Friends das Image der Jobbörse im Internet aufzuwerten. Durch amüsante Plakat- oder Videoaktionen sollen die Betrachter angeregt werden darüber nachzudenken, ob der aktuelle Job tatsächlich der richtige ist. Menschen, die sich in einer unzufriedenen Arbeitssituation befinden sollen dazu animiert werden auf jobsintown.de nach dem Job zu suchen, der wirklich zu ihnen passt.

Auf diese Weise erhalten die leidigen Themen „Jobsuche“ und „Arbeitslosigkeit“, die zumeist mit einem negativen Beigeschmack behaftet sind, eine ganz andere Bedeutung.

Begeisterte Menschen verbreiteten die amüsanten Werbebilder von jobsintown.de in der Vergangenheit weltweit. Mittlerweile sind die Kampagnen international in vielen Internetportalen, wie beispielsweise in Russland, Japan und Thailand, zu finden und haben viralen Charakter angenommen.

Ebenso erfolgreich mit Social Media?…

…Leider nicht!

Mit rund 450 Aufrufen seit Mai 2011 konnte dagegen das Youtube-Video bisher keinen großen Erfolg verzeichnen.

Ebenso bietet die Facebook-Fanpage des Unternehmens einen eher trüben Anblick, mit zurzeit 57 Fans. Jobsintown.de veröffentlicht hier seit Sommer 2010 regelmäßig Beiträge rund um das Thema „Beruf“. Die Anzahl der „Likes“ und Nutzer-Kommentare hält sich jedoch bisher noch in Grenzen. Hier wäre sicher dringend eine Strategieanpassung nötig. Jobsintown wird nicht um eine gute “Fangewinnungsaktion” herumkommen. Denn es wird immer schwieriger werden auf einfache Art und Weise Facebook-Fans gewinnen zu können.

Seit September 2011 nutzt das Unternehmen auch  Twitter, in dem Twitter-Kanal finden sich rund 95 Follower. Ein Grund hierfür findet sich auf der Internetseite des Unternehmens: Hier lassen sich erst nach längerem Suchen auf der Internetseite Hinweise auf die Aktivitäten in Sozialen Netzwerken entdecken.

Trotzdem: Das Unternehmen weist einige kreative Kampagnen auf, die durch das Internet virale Verbreitung finden und teilweise national sowie international für Aufmerksamkeit sorgen.

 

Weitere Beiträge zu dieser Serie:

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 1

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 2

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 3

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 4

Best Practice bekannter Unternehmen – Teil 5

 

Alexandra

Autorin: Ich heisse Alexandra Stangl. Meinen Bachelor-Abschluss habe ich an der Hochschule Zweibrücken mit der Studienrichtung „Mittelstandsökonomie“ absolviert, unweit von meinem Heimatort Kaiserslautern. Aktuell wohne ich in der Weltstadt mit Herz „München“, da ich dort zurzeit an der Hochschule meinen Master im Bereich Marketing-Management mache. Ich blogge in diesem Blog zu den Themen Social Media Marketing und Online Marketing.

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