Wenn die Facebook Fans die Sprache bestimmen

Das alljährlich in Frauenfeld stattfindende Openair ist das grösste in der Deutschschweiz. Seit vor einigen Jahren vermehrt auf Hip-Hop umgestellt wurde, hat sich der Event sogar zum grössten Hip-Hop-Openair Europas gemausert.

Letzteres wird auch dazu geführt haben, dass die Organisatoren sich inzwischen wohl eher international fühlen und deswegen auch moniert haben dass auf der Facebook Seite von den Fans zuviel Mundart (so wie die Schweizer untereinander reden ;-) ) geschrieben wird.

Auch der Facebook Admin hatte offenbar Mühe das Geschriebene zu entziffern, was ihn zu folgendem Post bewegte:

Mit diesem Post hat er offenbar in ein Wespennest gestochen und die Community fühlte sich bevormundet, wie aus den über 120 Kommentaren ersichtlich ist.

Der Admin hat dann ganz schweizerisch eine demokratische Abstimmung durchgeführt:

Diese Abstimmung hat dann ergeben, dass eine deutliche Mehrheit für die Verwendung des Mundarts ist. Sicher zur Enttäuschung des Admin der Seite. Leider hat sich dabei die Diskussion um den Sprachen-Streit in den Kommentaren auf ein rechte tiefes Niveau gesenkt.

Obwohl das Resultat ja klar war, hat der Admin mit folgendem Post noch einmal Öl ins Feuer gegossen, was ihm noch einmal  einige hässliche Kommentare bescherte.

Mit dem letzten Post hat er aber dann doch, allerdings nicht ohne Unterton, eingelenkt und auf der Facebook Seite des Openair Frauenfeld kann weiterhin in Mundart kommentiert werden. Die Verantwortlichen posten aber wie immer in schriftdeutscher Sprache. Ob die Überlegung, zusätzlich noch eine englische Facebook Seite einzurichten, der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln und könnte von der Community möglicherweise auch als Trotzreaktion der Verantwortlichen angesehen werden…

 

Fazit:

Die Community beeinflusst in welcher Sprache und Tonalität kommentiert wird. Die Seitenverantwortlichen müssen aber entsprechend den Stil (Richtung) vorgeben können. Sinkt das Niveau, dürfen/müssen die Verantwortlichen Einfluss nehmen. Die Androhung von Löschen von Beiträgen ist in meinen Augen aber immer Gift in der Beziehung Seitenbetreiber und Fans.

Wird eine Abstimmung durchgeführt muss die gut überlegt und formuliert sein. Und vor allem das Endresultat dann auch akzeptiert werden.

Ob eine zusätzliche englische Seite für die nicht mundart Sprechenden etwas bringt, wage ich wie gesagt zu bezweifeln. Die Marke Openair Frauenfeld wird dadurch (zumindest auf Facebook) auseinander gerissen und die Kommunikation läuft auf zwei verschiedenen Schienen und wird dadurch vermutlich auch an Dynamik verlieren.

 

Was meint Ihr dazu?

 

Robi Lack

Social Media Fan und laufend auf der Suche nach den neuesten Trends und Impressionen im Social Web. Leistet beratende Unterstützung bei klein- und mittelständischen Unternehmen in deren Web Marketing Aktivitäten. Dozent, Blogger und teilt auch gerne Sachen im Netz die wirklich teilenswert sind.

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